Die ungarische Sprache
Weil die ungarische Sprache eine "anleimende" Sprache ist, [sie stammt aus dem finno-ugrischen Zweig einer Sprache des Urals] werden Flexionen der anderen Sprachen im Ungarischen durch Aggluti- nation gebildet. Das heißt, statt lokale, temporäre oder besitzanzeigende Verhältnisse mit Präposi- tionen oder Possezivpro- nomen zu bilden, wird im Ungarischen „agglutiniert“, heißt: „angeleimt“. Das passiert auch mit den drei Fällen, Nominativ, Dativ und Akkusativ, die in gleicher Weise „angeleimt“ werden. Das vereinfacht das Sprechen, weil der Ungar im Gegensatz zum Deutschen bereits zu Sprechen beginnen kann, ohne das Ende zu kennen. In der deutschen Sprache muss man vorher das Gehirn einschalten. ;-) Trotzdem ist die ungarische Sprache sehr logisch aufgebaut. Im Unterschied zum Französischen oder Englischen wird jedes Wort so ausgesprochen wie es geschrieben wird. Voraus- setzung ist lediglich, dass man den Unterschied zwischen Kurzvokalen und Langvokalen mit einem Akut [Langstrich] darüber kennt.